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MagentaCLOUD Testbericht

Zuletzt redaktionell aktualisiert am

Telekom MagentaCLOUD Logo
Testurteil🇩🇪Deutschland (DE)

Telekom MagentaCLOUD

Server-Standorte: DE

GesamtnoteGut (86%)
4,3/ 5

✓Stärken & Vorteile

  • ✓Rechenzentren ausschließlich in Deutschland
  • ✓Basierend auf Nextcloud-Technologie
  • ✓Volle WebDAV-Unterstützung für Windows, Mac und Mobil
  • ✓DSGVO-Konformität auf höchstem Niveau

−Schwächen & Nachteile

  • −Keine native Zero-Knowledge-Verschlüsselung
  • −Synchronisations-Client gelegentlich ressourcenintensiv

Fazit der Redaktion

Sicherer Cloud-Speicher der Deutschen Telekom mit Servern in Deutschland, Nextcloud-Basis, strengem Datenschutz und WebDAV-Einbindung.

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1. Überblick & erster Eindruck

Die Deutsche Telekom AG mit Konzernsitz in Bonn gehört zu den größten Telekommunikationsunternehmen weltweit und ist der führende Netzbetreiber im deutschsprachigen Raum. Ihren eigenen Cloud-Speicher startete die Telekom bereits im Jahr 2013, damals noch unter der Bezeichnung Telekom Mediencenter beziehungsweise TelekomCloud. Im Frühjahr 2016 erfolgte der Relaunch unter dem Markennamen MagentaCLOUD, verbunden mit einer Neuausrichtung auf moderne Speicher- und Synchronisationsdienste für Privatkunden und Geschäftsanwender.

Einen wegweisenden technologischen Strategiewechsel vollzog der Konzern zur Jahreswende 2021/2022: Die gesamte Speicherarchitektur wurde von einer proprietären Plattform auf die etablierte Open-Source-Lösung Nextcloud umgestellt. Seitdem wird MagentaCLOUD auf der konzerneigenen Open Telekom Cloud in den hochmodernen Zwillingsrechenzentren Biere und Magdeburg in Sachsen-Anhalt betrieben. Durch diesen Schritt profitiert die Telekom von den kontinuierlichen Weiterentwicklungen der weltweiten Nextcloud-Entwicklergemeinschaft, während alle Datenbestände und Serverprozesse strikt unter deutscher Jurisdiktion und strengsten Sicherheitsvorgaben verbleiben.

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Datenschutzerklärung

Der Dienst richtet sich vornehmlich an deutsche Privatanwender, Familien und Gewerbetreibende, die eine verlässliche Alternative zu den Speicherangeboten US-amerikanischer Großkonzerne wie Google, Apple oder Microsoft suchen. Kunden mit einem bestehenden Festnetz-, Internet- oder Mobilfunkvertrag der Telekom erhalten standardmäßig 15 Gigabyte kostenlosen Basisspeicher. Für Nutzer ohne Telekom-Vertrag steht eine kostenlose Einstiegsstufe mit 3 Gigabyte Speicher zur Verfügung.

Der erste Eindruck der Weboberfläche überzeugt durch eine aufgeräumte und übersichtliche Gestaltung. Die Benutzeroberfläche nutzt die gewohnte Ergonomie der Nextcloud-Plattform, kombiniert mit dem Telekom-Design. Die Ordnernavigation ist selbsterklärend, die Lokalisierung in deutscher Sprache vorbildlich und der Login erfolgt unkompliziert über den zentralen Telekom-Login mit Benutzername und Passwort.

2. Funktionsumfang & Datensynchronisation

Der Funktionsumfang von MagentaCLOUD deckt die typischen Aufgaben moderner Dateiablage, geräteübergreifender Synchronisation und Freigabe souverän ab.

Für Windows und macOS stellt die Telekom native Desktop-Anwendungen bereit, die auf dem stabilen Nextcloud-Desktop-Client aufsetzen. Der Client bindet den Cloud-Speicher direkt in den Windows-Explorer bzw. macOS-Finder ein. Unter modernen Betriebssystemen unterstützt die Software sogenannte virtuelle Dateien (Virtual Files): Cloud-Dateien werden im lokalen Dateimanager als platzsparende Symbole angezeigt, ohne physischen Speicherplatz auf der SSD zu belegen. Erst wenn der Nutzer eine Datei per Doppelklick öffnet, wird sie in Sekundenbruchteilen aus der Cloud nachgeladen. Alternativ lassen sich wichtige Verzeichnisse per Mausklick als permanent lokal verfügbar markieren, sodass sie auch auf Reisen ohne Internetverbindung bereitstehen. Über eine selektive Synchronisation können Nutzer zudem festlegen, welche Ordner überhaupt auf den jeweiligen Rechner synchronisiert werden sollen.

Ein herausragender technischer Vorteil von MagentaCLOUD ist die offene WebDAV-Schnittstelle. Über die gesicherte Serveradresse lässt sich der Speicherplatz als reguläres Netzlaufwerk in verschiedenste Systeme einbinden. Besonders populär ist die direkte Kopplung mit der AVM FRITZ!Box: Über die NAS-Funktion des Routers kann MagentaCLOUD als zentraler Netzwerkspeicher für das gesamte Heimnetzwerk hinterlegt werden. Auch unter Linux-Systemen lässt sich der Speicher über davfs2 unkompliziert ins Dateisystem einhängen. Zur Erhöhung der Sicherheit verlangt die Telekom für WebDAV-Verbindungen die Generierung separater Anwendungs-Passwörter im Kundencenter, wodurch das persönliche Telekom-Hauptpasswort geschützt bleibt.

Für die Freigabe von Inhalten an Dritte bietet MagentaCLOUD flexible Werkzeuge. Nutzer können Freigabelinks erstellen und diese wahlweise mit einem individuellen Kennwort und einem Ablaufdatum versehen. Über sogenannte Dateianfragen können externe Empfänger Dokumente oder Fotoarchive direkt in ein bestimmtes Verzeichnis des Nutzers hochladen, ohne dass sie ein eigenes Kundenkonto benötigen.

Zur Verhinderung von Datenverlust verfügt das System über eine automatische Dateiversionierung. Bei jeder Speicherung einer veränderten Datei wird eine historische Zwischenversion angelegt, die über das Kontextmenü der Weboberfläche eingesehen und wiederhergestellt werden kann. Gelöschte Dateien verbleiben für bis zu 30 Tage in einem Online-Papierkorb, aus dem sie mit einem Mausklick zurückgeholt werden können. Eine integrierte Online-Office-Suite zur gemeinsamen Live-Kollaboration an Tabellen oder Dokumenten im Browser ist nicht vollumfänglich freigeschaltet; das System konzentriert sich primär auf die sichere Dateiablage, Bildgalerien und die Dokumentenanzeige.

3. Sicherheit, Verschlüsselung & Datenschutz (DSGVO)

In puncto Datensicherheit, Rechtssicherheit und Datenschutz gehört die Telekom MagentaCLOUD zu den sichersten Speicherlösungen im europäischen Raum.

Die Datenspeicherung erfolgt zu 100 Prozent auf deutschem Boden in den nach ISO 27001 zertifizierten Hochsicherheits-Rechenzentren Biere und Magdeburg. Die Zwillings-Rechenzentren sind redundant miteinander vernetzt und erfüllen höchste Zertifizierungsanforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Durch die georedundante Spiegelung der Daten zwischen den beiden physisch getrennten Standorten ist ein Datenverlust selbst bei schwerwiegenden Infrastrukturschäden an einem einzelnen Standort praktisch ausgeschlossen.

Rechtlich unterliegt MagentaCLOUD uneingeschränkt der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Ausländische Zugriffsgesetze wie der US CLOUD Act oder FISA 702 haben auf die in Deutschland betriebene Infrastruktur keinerlei Rechtswirkung. Geschäftskunden und Freiberufler können im Kundencenter einen standardisierten Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abschließen.

Die Datenübertragung zwischen den Endgeräten und den Cloud-Servern erfolgt durchgängig abgesichert über moderne Verschlüsselungsprotokolle nach TLS 1.3 und TLS 1.2. Auf den Speichersystemen im Rechenzentrum werden alle ruhenden Daten mit dem Industriestandard AES-256 verschlüsselt gespeichert.

Eine standardmäßige clientseitige Zero-Knowledge-Verschlüsselung (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung) ist im regulären Nextcloud-Betrieb nicht aktiviert, da der Server Dateivorschauen und Bildminiaturen für das Webportal berechnet. Für Anwender, die hochvertrauliche Dokumente wie Finanzunterlagen absolut abhörsicher aufbewahren möchten, empfiehlt sich die Kombination mit freien Open-Source-Verschlüsselungswerkzeugen wie Cryptomator: Dateien werden lokal vor dem Upload in verschlüsselte Datentresore verpackt und anschließend nahtlos über den MagentaCLOUD-Client synchronisiert.

Zur Absicherung des Benutzerkontos unterstützt der Telekom-Login eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Anwender können den Login über SMS-Bestätigungscodes oder zeitbasierte Einmalkennwörter (TOTP) in Authenticator-Apps wirksam absichern.

4. Bedienung, Performance & Praxiserfahrungen

Im täglichen Praxiseinsatz zeichnet sich MagentaCLOUD durch eine unkomplizierte Handhabung und hohe Systemstabilität aus. Bestehende Telekom-Kunden können den Dienst ohne zusätzliche Registrierung direkt mit ihrem bestehenden Telekom-Login aktivieren. Die Desktop-Software für Windows und macOS lässt sich in wenigen Schritten installieren und verrichtet ihren Dienst anschließend geräuschlos im Hintergrund.

Der Ressourcenverbrauch der Desktop-Applikation bewegt sich im normalen Rahmen. Im Leerlauf belegt der Prozess rund 80 bis 110 Megabyte Arbeitsspeicher. Werden jedoch sehr umfangreiche Ordnerstrukturen mit zehntausenden kleinen Quellcode- oder Systemdateien initial synchronisiert, verlangt das Nextcloud-Backend etwas mehr Rechenzeit für den Dateiabgleich pro Einzeldatei als rein blockbasierte Spezialdienste. Bei regulären Office-Dokumenten, Mediendateien und Archiven verläuft der Abgleich zügig und stabil.

Bei den Datenübertragungsraten profitiert MagentaCLOUD von der direkten Glasfaseranbindung an das Backbone-Netz der Deutschen Telekom. Downloads werden an schnellen Breitband- und Glasfaseranschlüssen mit hervorragender Geschwindigkeit ausgeliefert. Auch Uploads laufen stabil und schöpfen die verfügbare Bandbreite deutscher Internetanschlüsse verlässlich aus.

Die mobilen Apps für iOS und Android hinterlassen einen sehr soliden Eindruck. Der automatische Bildupload sichert unterwegs aufgenommene Fotos zuverlässig, sobald das Mobilgerät mit einem WLAN verbunden ist, wodurch mobiles Datenvolumen geschont wird. Die Apps lassen sich per Face ID oder Fingerabdruck gegen unbefugte Blicke absichern. Dokumente und Fotos werden in übersichtlichen Vorschauansichten dargestellt und können bei Bedarf für den Offline-Betrieb heruntergeladen werden.

Ein herausragendes Merkmal von MagentaCLOUD ist der Kundenservice. Als führender Telekommunikationsanbieter stellt die Deutsche Telekom ihren Kunden eine kostenlose, rund um die Uhr (24/7) erreichbare Telefon-Hotline zur Verfügung. Ergänzend betreibt das Unternehmen die sehr aktive Online-Plattform Telekom hilft, in der Community-Mitarbeiter und erfahrene Nutzer technische Fragen schnell und kompetent klären. Für persönliche Hilfe können Kunden zudem die bundesweiten Telekom Shops vor Ort nutzen.

5. Tarife & Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Tarifgestaltung von MagentaCLOUD ist übersichtlich aufgebaut und bietet attraktive Konditionen, insbesondere für Inhaber eines bestehenden Telekom-Tarifs.

Für den kostenlosen Einstieg stellt die Telekom zwei Stufen bereit: Kunden mit einem Festnetz- oder Mobilfunkvertrag der Telekom erhalten dauerhaft 15 Gigabyte kostenlosen Cloud-Speicher. Für Nutzer ohne Telekom-Vertrag stehen dauerhaft 3 Gigabyte kostenlos zur Verfügung. Beide Stufen bieten vollen Zugriff auf die Weboberfläche, die mobilen Apps und die WebDAV-Schnittstelle.

Wer mehr Speichervolumen für Foto- und Videoarchive oder vollständige System-Backups benötigt, kann den Speicher flexibel erweitern. Die Telekom bietet gestaffelte Speicherpakete an, darunter:

  • MagentaCLOUD M mit 100 Gigabyte Speicherplatz
  • MagentaCLOUD L mit 500 Gigabyte Speicherplatz
  • MagentaCLOUD XL mit 1.000 Gigabyte (1 Terabyte) Speicherplatz
  • MagentaCLOUD XXL mit 2.000 Gigabyte (2 Terabyte) bis zu 5 Terabyte für Power-User

Die Vertragslaufzeit ist kundenfreundlich geregelt: Die Tarife sind monatlich kündbar und bieten damit maximale Flexibilität. Für Telekom-Kunden erfolgt die Abrechnung bequem über die monatliche Telekom-Telefonrechnung, während Kunden ohne Telekom-Anschluss gängige Zahlungsverfahren wie SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte nutzen können.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist im Vergleich zu anderen europäischen Anbietern mit ausschließlichem Serverstandort in Deutschland sehr fair bemessen.

Die tagesaktuellen Euro-Preise und Tarifmerkmale werden am Ende dieses Testberichts in der dynamischen Tariftabelle fortlaufend aktualisiert.

6. Fazit & redaktionelle Empfehlung

Mit dem Wechsel auf die Open-Source-Plattform Nextcloud und den Betrieb in der hochmodernen Open Telekom Cloud hat die Deutsche Telekom ihre MagentaCLOUD zu einer modernen, sicheren und datenschutzfreundlichen Cloud-Speicher-Lösung weiterentwickelt.

Der Dienst punktet auf ganzer Linie bei der Datensouveränität: 100 Prozent Serverstandort in Deutschland, BSI- und ISO-27001-Zertifizierung, uneingeschränkte DSGVO-Konformität und ein exzellenter Kundenservice inklusive 24/7-Hotline setzen Maßstäbe im deutschen Markt. Die standardmäßige Unterstützung für WebDAV und die direkte Einbindung in AVM FRITZ!Box-Router machen MagentaCLOUD auch für anspruchsvollere Netzwerkszenarien im Heim- und Bürobereich attraktiv.

Eine standardmäßige clientseitige Zero-Knowledge-Verschlüsselung fehlt zwar ab Werk, lässt sich für besonders vertrauliche Dateien jedoch unkompliziert mit Open-Source-Tools wie Cryptomator ergänzen. Insbesondere für die Millionen Telekom-Kunden, die von Haus aus 15 Gigabyte Gratis-Speicher erhalten, ist MagentaCLOUD eine erstklassige Wahl. In unserem Test erzielt der Dienst eine überzeugende Note von 4,3 von 5,0 Punkten („Gut“) und erhält eine klare redaktionelle Empfehlung für alle, die Wert auf deutschen Datenschutz legen.

Preise & Leistungsstufen

Tarifübersicht & Preise: Telekom MagentaCLOUD

* Alle Angaben inkl. MwSt., Preise können je nach Zahlungsintervall variieren.

TarifSpeicherPreis / MonatAbrechnungWichtige MerkmaleAktion
MagentaCLOUD Free 1 GBGratis
1 GB0,00 €monatlich
🇩🇪 DE📁 WebDAV1 GB dauerhaft kostenlos für alle Nutzer
Tarif wählen / Zum Angebot
MagentaCLOUD S 5 GBGratis
5 GB0,00 €monatlich
🇩🇪 DE📁 WebDAV5 GB kostenlos für Telekom-Vertragskunden
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MagentaCLOUD M 100 GB
100 GB
1,95 € / Monat
monatlich
🇩🇪 DE🔒 E2EE📁 WebDAV100 GB Online-Speicherplatz
Tarif wählen / Zum Angebot
MagentaCLOUD L 500 GB
500 GB
4,95 € / Monat
monatlich
🇩🇪 DE🔒 E2EE📁 WebDAV500 GB Speicherplatz
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MagentaCLOUD XL 1 TB
1 TB
9,95 € / Monat
monatlich
🇩🇪 DE🔒 E2EE📁 WebDAV1.000 GB (1 TB) Speicher für Fotos, Videos & Backups
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MagentaCLOUD XXL 5 TB
5 TB
39,95 € / Monat
monatlich
🇩🇪 DE🔒 E2EE📁 WebDAV5.000 GB (5 TB) Großspeicher
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